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Festo-Chef Böck: Geschwindigkeit über Perfektion

Festo-Chef Dr. Böck betont die Bedeutung von Schnelligkeit in der heutigen Wirtschaft. In einem Aufruf an die Industrie fordert er, sich weniger auf Perfektion zu konzentrieren und mehr auf zügige Entscheidungen und agile Prozesse.

Von Katrin Klein4. Juli 2026, 07:322 Min Lesezeit

In einer Zeit, in der der Wettbewerb härter denn je ist, hat Dr. Klaus Böck, der CEO von Festo, eine klare Botschaft an die Industrie. Er glaubt, dass Geschwindigkeit heute wichtiger ist als Perfektion. Und ehrlich gesagt, das macht Sinn.

Stell dir vor, du arbeitest in einem Unternehmen, das ständig versucht, alles bis ins kleinste Detail zu perfektionieren. Die neuen Produkte kommen nie auf den Markt, weil jeder versucht, das perfekte Ergebnis zu erzielen. Das kann nicht gut gehen.

Vor kurzem sprach Böck auf einer Branchenveranstaltung und stellte fest, dass viele Unternehmen in der Vergangenheit zu lange mit Entscheidungen warteten. "Wir müssen uns schneller bewegen. Wenn wir zu lange zögern, verlieren wir nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch Marktanteile", sagte er.

Er verwies auf einige prominente Beispiele aus der Technologiebranche, wo flexible und schnelle Unternehmen traditionelle Giganten überholt haben. Man könnte sich fragen: Was macht diese Unternehmen so erfolgreich? Oftmals ist es ihre Fähigkeit, Entscheidungen schnell zu treffen und dann aus ihren Fehlern zu lernen. Sie müssen nicht perfekt sein – sie müssen einfach schneller sein als ihre Konkurrenz.

Geschwindigkeit als Schlüssel zum Erfolg

Der Markt ist unberechenbar und verändert sich rasant. Ein Produkt, das heute beliebt ist, könnte morgen schon überholt sein. Böck ermutigte die Anwesenden, nicht nur Produkte schneller zu entwickeln, sondern auch innerhalb ihrer eigenen Organisationen agiler zu werden. Das bedeutet, weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in die Teams.

Das klingt einfach, oder? Aber in vielen Unternehmen ist das eine große Herausforderung. Viele sind an alte Strukturen gewöhnt, wo Entscheidungen auf verschiedenen Hierarchieebenen genehmigt werden müssen. Das kostet Zeit. Währenddessen können andere Unternehmen mit frischen Ideen und schnellen Entscheidungen auf den Markt drängen und sich einen Vorteil verschaffen.

Ein weiterer Punkt, den Böck ansprach, war die Bedeutung der Fehlerkultur. Viele Unternehmen haben Angst davor, Fehler zu machen. Doch ohne Fehler gibt es keinen Fortschritt. Man sollte Fehler als Lernmöglichkeiten betrachten. Böck betonte, dass es in Ordnung ist, schnell zu handeln und Fehler zu machen, solange man daraus lernt und sich anpasst.

Insgesamt sieht er eine klare Notwendigkeit für eine Veränderung in der Unternehmensmentalität. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter dazu anregen, schneller zu handeln und nicht immer um Perfektion zu ringen. Das könnte der entscheidende Unterschied sein, der über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheidet.

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